Die Grundausbildung im THW

 

Eine wichtige Basis für die Arbeit im THW

Die Einsatzbefähigung ist die erste Ausbildungsstufe im THW. Sie wird im Rahmen der Grundausbildung im Ortsverband und im Geschäftsführerbereich Schwerin absolviert. Alle Helferinnen und Helfer werden einheitlich ausgebildet: der richtige Umgang mit Werkzeugen, Geräten und der persönlichen Schutzausstattung gehört genauso dazu wie Wissen über das THW, den Bevölkerungsschutz und das Verhalten im Einsatz.

Die Grundausbildung wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Erst danach werden die Einsatzkräfte zur weiteren Spezialisierung den Einheiten des Ortsverbandes zugewiesen.

 

In der Grundausbildung werden folgende Lerninhalte vermittelt:  

Lernabschnitt 1   - Das THW im Gefüge des Zivil- und Katastrophenschutz und der Gefahrenabwehr von Bund und Ländern
Lernabschnitt 2   - Grundlagen der Arbeitssicherheit   
Lernabschnitt 3   - Arbeiten mit Leinen, Ketten, Drahtseilen und Spanngurten 
Lernabschnitt 4   - Umgang mit Leitern
Lernabschnitt 5   - Stromerzeugung und Beleuchtung
Lernabschnitt 6   - Holz-, Gesteins- und Metallbearbeitung
Lernabschnitt 7   - Bewegen von Lasten
Lernabschnitt 8   - Arbeiten im / am Wasser
Lernabschnitt 9   - Verhalten im Einsatz 
Lernabschnitt 10 - Grundlagen Rettung und Bergung
Lernabschnitt 11 - Einsatzgrundlagen

Erste-Hilfe-Ausbildung

 

Die Prüfung

Die Grundausbildungsprüfung besteht aus 3 Teilen:

1. Theoretischen Teil
2. Praktischen Teil

Voraussetzung für die Prüfungsteilnahme:

1. Nachweis, über die Teilnahme an einer Erste-Hilfe-Ausbildung (wird im Rahmen der Grundausbildung absolviert)
2. Nachweis, über die körperliche Eignung zum Einsatz (Aufgabe des Ortsverbandes)

 

Und was kommt danach?

Die Spezialisierungen

Die zweite Ausbildungsstufe des THW differenziert sich in die Fachausbildung, die Führungskräfteausbildung, die Ausbildung in Funktionen und die Ausbildung von Experten für Auslandseinsätze. Diese Ausbildungen werden unter dem Oberbegriff Fachbefähigung zusammengefasst.

Wissen ist flüchtig – wird es nicht trainiert, ist es nicht mehr selbstverständlich abrufbar und gerät in Vergessenheit. Umso wichtiger ist es, das Wissen in Übungen anzuwenden, in Lehrgängen zu vertiefen und neue Erkenntnisse und Methoden dazuzulernen.

Die Einsatzkräfte des THW nehmen dazu regelmäßig an Übungen teil und besuchen Lehrgänge. Diese Weiterbildung ist nicht bundesweit einheitlich, sondern kann auch Elemente enthalten, die den Anforderungen des Standorts oder der örtlichen Gefahrenabwehr angepasst sind.

 

Fachausbildung

Die Fachausbildung erfolgt nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung. Die Einsatzkräfte werden den Bergungsgruppen und einzelnen Fachgruppen zugeteilt und speziell für die Anforderungen der einzelnen Einheiten geschult. Die Ausbildung erfolgt in den Ortsverbänden und in Lehrgängen an den THW-Bundesschulen.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden teilweise auch von den Geschäftstellen oder Landesverbänden für mehrere Ortsverbände organisiert. Dozenten sind bei diesen Lehrgängen meist speziell qualifizierte ehrenamtliche Ausbilder des THW.

 

KANN nicht MUSS:

Führungskräfteausbildung

Die Führungskräfte des THW werden an den THW-Bundesschulen ausgebildet. In Stresssituationen Einsatzkräfte zu führen, erfordert neben einer hohen fachlichen Kompetenz persönliche Stärke und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren und einzuschätzen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Führungskräfte gezielt geschult und auf Einsatzsituationen vorbereitet. Zur Führungskraft können Einsatzkräfte ausgebildet werden, die ihre Fachausbildung abgeschlossen haben.

 

Ausbildung von Experten für Auslandseinsätze

Zur zweiten Ausbildungsebene gehört auch die Auslandsausbildung für die Einsatz-Einheiten des THW. Informationen zu diesem Thema erhalten Sie hier.