SEEBA

Schnell-Einsatz-Einheit-Bergung-Ausland


SEEBA wurde auf der Grundlage der bei der Erdbebenkatastrophe in Mexiko 1985 gewonnenen Erfahrungen entwickelt. Sie erfüllt die Qualitätskriterien der International Search and Rescue Advisory Group (INSARAG) der Vereinten Nationen und hatte mittlerweile vielfach Gelegenheit, ihre einsatztaktische Berechtigung und konzeptionelle Schlüssigkeit unter Beweis zu stellen, so zum Beispiel bei den schweren Erdbeben im Iran, der Türkei und Indien.

Die SEEBA ist weltweit einsetzbar. Da sich nach 72 Stunden die Aussichten, Überlebende zu finden, rapide verschlechtert, muss im Ernstfall schnell und präzise gehandelt werden. Nach einem Erdbeben können daher innerhalb von sechs Stunden nach Alarmierung 70 Einsatzkräfte der SEEBA mit ihrer Ausrüstung zum Abflug am Flughafen bereit stehen. Die Alarmierung erfolgt im Regelfall über das Bundesministerium des Innern oder das Auswärtige Amt.   

Die Ausrüstung der SEEBA ist in Leichtmetallkisten verpackt und
kann so in allen herkömmlichen Verkehrsflugzeugen transportiert werden. Die vollständige Ausrüstung wiegt 26 Tonnen bei einem Volumen von 100 cbm. Sie beinhaltet die notwendige Rettungsausstattung, Ortungsgeräte, die Campausstattung mit Stromerzeugung 40 kVA, eine Feldküche und Verpflegung für zehn Tage. Neun Rettungshunde ergänzen die technische Ausstattung. Je nach verfügbarer Lufttransportkapazität können kleinere Fahrzeuge oder Anhänger ins Schadensgebiet mitgenommen werden.

 

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